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Durch kontinuierliches, hartes Karatetraining lernt
jeder mit seinen Körper besser umzugehen, sich selbst besser zu verstehen und
erlangt so ein reicheres und erfüllteres Leben. Karate hat jedem etwas zu
bieten, gleich ob er gerade erst den Kinderschuhen entsprungen ist oder kurz vor
der Rente steht. Der Selbsterfahrungsweg des Karate gestaltet sich für jeden
individuell. Dies hängt ab von dem Ziel, welches sich der Karateka selbst
setzt. Möchte er das Karate nur als Hobby betreiben oder will er seine Kraft
und Geschick mit anderen im Wettkampf messen. Je nach dem welches Ergebnis der
Einzelne erreichen möchte, muss er selbst entscheiden, wie viele Anstrengungen er unternehmen will. Doch ohne hartes, intensives Training wird
Ihm immer eine Zielerreichung verwehrt werden. Der Anstoß dazu muss aus seinem
Inneren selbst kommen. Durch äußeren Druck wird das Training schnell zur
Belastung und Qual. Die Freude, die mit der persönlichen Zielerreichung
verbunden ist, wird um so größer sein, je höher das Bewusstsein ist, diesen
Punkt durch die Kraft des eigenen Willens erreicht zu haben. Das Ansehen, der
Respekt und das Selbstbewusstsein erfahren durch das harte Training einen
gewaltigen Schub auf dem Wege der eigenen Selbsterfahrung.
Hartes
Training bedeutet nicht nur, dass man im Dojo alle Techniken mit voller
Kraft gegen einen imaginären Gegner ausführen kann, sondern auch dass im Kampf
"Mann gegen Mann" körperliche Härte gefordert wird. Es heißt nicht
um sonst Vollkontaktkarate. Viele neuzeitliche Interpretationen des Karate
besagen, dass die Technik kurz vor dem Körper zu stoppen ist. Wird ein
Angreifer auf der Straße seinen Schlag kurz vor dem Ziel abbrechen und dann in
Jubel darüber ausbrechen, wie exakt er den Schlag ausgeführt hat? Nein, wohl
kaum. Er wird Zuschlagen und den Angriff auf deinen Leib, Körper oder Seele unvermindert fortsetzen. Um
einem solchen Angriff gewappnet zu sein, trainieren
wir im Sentokaikan unter vollem körperlichen Einsatz und mit einer
entsprechenden Härte. Dabei sind wir nicht beschränkt auf eine Fausttechnik oder einen Fußtritt. Wir gestalten unser Training offen und ohne Bindung an
feste, starre technische Regelungen. Wir alle sind verschieden, und so hat jeder
von uns seine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das trifft auch für das
Karate zu. Wir versuchen im Sento eine Vielzahl von Möglichkeiten anzubieten,
von denen sich jeder das herausnimmt, was für Ihn am Besten ist.
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